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Ratsherr Karsten Schulz

Grundschulbildung bald nur noch in Gronau?

Bundestagskandidat Lars Leopold

DIE LINKE in der Samtgemeinde Gronau kritisiert weitere Zentralisierung der Bildung auf den Kernort Gronau und zeigt mögliche Alternativen auf

Bereits im Juni 2012, während der Kindergarten-Debatte, wies DIE LINKE kritisch auf mögliche drohende Schließungen weiterer Grundschulen in der Samtgemeinde Gronau hin. Diese Befürchtungen bewahrheiten sich nun, wie nach der letzten Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde offenkundig wurde. Hier wurde u.a. die Bildung einer „Kommission“ zur Vorbereitung der Schließung einer weiteren Grundschule beschlossen. Nur auf konkrete Nachfrage durch Karsten Schulz, Ratsherr der LINKEN im Samtgemeinderat Gronau, war in Erfahrung zu bringen, dass deren Sitzungen – entgegen dem Öffentlichkeitsgrundsatz aus der Kommunalverfassung – nicht öffentlich stattfinden sollen. Eine besonders „effektive Arbeitsatmosphäre“ wird so von Seiten der Verwaltung erwartet.
„Hier sollen möglichst hinter verschlossenen Türen Tatsachen geschaffen werden, die für die Bürgerinnen und Bürger später kaum nachzuvollziehen sind“, kritisiert dagegen Schulz. Der Bantelner weiter: „Offenbar solle niemand erfahren, wer von den gewählten Ratsvertretern welche Positionen vertritt.“ Schulz freut sich dennoch darauf, ebenfalls Einfluss nehmen zu dürfen und kündigt zumindest für seine Arbeit die entsprechende Transparenz an.
In der aktuellen Diskussion, welche Grundschule nun mangels Kindern bald schließen soll, beurteilt auch Lars Leopold aus Eime erneut kritisch, dass hier offensichtlich andere Gründe eine Rolle spielen, als nur die „nackten“ Bedarfszahlen. Der Bundestagskandidat der LINKEN gibt zu bedenken: „Anders ist es nicht zu erklären, warum gerade jetzt die heutigen Zahlen mit denen von 1998 verglichen werden. So sollen die Zahlen dramatisiert und die vielbeschworene Alternativlosigkeit einer Schließung begründet werden.“ Leopold geht davon aus, dass die Schließung einer weiteren Grundschule in der Samtgemeinde, die Schule in Rheden ist ja bereits geschlossen worden, einer weiteren Zentralisierung auf den Kernort Gronau dient. Diesen Zentralismus befürchtet auch Karsten Schulz: „Der Vorschlag der Verwaltung zielt offenbar in Richtung Konzentration auf den Kernort Gronau ab, da lediglich die Schließung einer Grundschule in Eime oder Banteln diskutiert wird. In Gronau wurden hingegen durch den Neubau, der trotz der damals schon bekannten Zahlen wieder dreizügig gestaltet wurde, bereits Fakten geschaffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch der Fortbestand der noch verbleibenden Grundschule diskutiert wird.“

So sehen beide Politiker der Partei DIE LINKE mit Sorge, dass entsprechend alternative Nutzungskonzepte nicht ausreichend diskutiert werden. „Die derzeitigen Prognosen zu den künftigen Schülerzahlen lassen doch endlich auch einmal Spielraum für die Verkleinerung der Klassen, was eine qualitative Aufwertung des Unterrichts u.a. durch individuelle Förderungen ermöglicht.“, meint Schulz und regt ebenfalls eine thematische Aufteilung der Schulen nach Schwerpunkten in der Samtgemeinde an. „Mit dem Sportplatz und dem Naturbad ist in Banteln doch eine Schule mit sportlichen Schwerpunkt durchaus erwägenswert, während in Gronau oder Eime andere Schwerpunkte, vielleicht in Hinblick auf Natur und Umwelt oder im musikalischen und künstlerischen Bereich liegen könnten.“, so Schulz weiter. Hier sollten natürlich eigene Vorstellungen der Schulen Beachtung finden.
Lars Leopold kann sich diesbezüglich ergänzend eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen örtlichen Vereinen sehr gut vorstellen. „So können gerade auch nachmittags Angebote in die Schulen gebracht werden, wenn beispielsweise die Sportvereine aber auch die musiktreibenden Vereine Probestunden anbieten. Das schafft Synergie-Effekte, die genutzt werden sollten, um die einzelnen Standorte unter anderem auch für den Zuzug junger Familien attraktiv zu halten.“, ist sich Leopold sicher. So erreiche man vielleicht auch eine Trendwende hinsichtlich der immer wieder präsentierten „dramatischen“ Zahlen.

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