Linke Kommunalpolitik vor Ort
Hier findet ihr unsere Forderungen für Hildesheim sowie das niedersächsische Rahmenprogramm für die Kommunalwahl am 13. September 2026. Wenn ihr mehr über die Positionen, mit denen wir im Wahlkampf antreten wissen wollt, findet ihr die Kontaktdaten hier auf unserer Website
Unser Wahlprogramm für Hildesheim
Gesundheit und Pflege müssen sich am Bedarf der Menschen orientieren und dürfen nicht von Profitinteressen abhängig sein. In den vergangenen Jahren wurden in Hildesheim mehrere profitorientierte Pflegeeinrichtungen geschlossen. Gleichzeitig führen schlechte Arbeitsbedingungen und Armut dazu, dass Menschen häufiger krank werden. Wir wollen diesen Teufelskreis durchbrechen und eine solidarische Gesundheitsversorgung stärken!
Wir wollen:
Kommunale Gesundheitszentren aufbauen
Wir wollen kommunale Gesundheitszentren schaffen, insbesondere in Stadtteilen und Regionen mit Versorgungslücken. Dort sollen verschiedene Gesundheitsberufe zusammenarbeiten und Prävention stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die medizinische Versorgung sichern
Wir wollen den Fachärzt*innenmangel bekämpfen und eine wohnortnahe Versorgung gewährleisten. Dazu gehören auch mehr queer-sensible medizinische Angebote sowie eine bessere Gesundheitsversorgung für Menschen mit Migrationsgeschichte.
Krankenhäuser und Pflege in öffentliche Verantwortung bringen
Wir wollen prüfen, wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen stärker kommunal oder gemeinnützig organisiert werden können. Gesundheit darf nicht dem Zwang unterliegen, Gewinne zu erwirtschaften.
Pflege stärken und Angehörige unterstützen
Wir wollen bessere Bedingungen für Pflegekräfte schaffen, kommunale Pflegeangebote prüfen und pflegende Angehörige stärker unterstützen. Außerdem wollen wir bezahlbare Tages- und Kurzzeitpflege ausbauen.
Psychische Gesundheit fördern
Wir wollen Prävention und psychische Gesundheitsangebote ausbauen. Dazu gehören traumasensible Beratung, Schutzkonzepte gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt sowie multiprofessionelle Teams aus Gesundheitsberufen.
Eine sorgende Stadt entwickeln
Wir wollen das Konzept einer „Sorgenden Stadt“ stärken und Organisationen unterstützen, die Menschen im Alltag begleiten und soziale Netzwerke schaffen.
Immer mehr Menschen in Hildesheim haben Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Sozialwohnungen, während Wohnungs- und Obdachlosigkeit zunehmen.
Wir wollen eine Stadt, in der niemand Angst haben muss, seine Wohnung zu verlieren.
Wir wollen:
Mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen
Wir wollen mehr bezahlbare, barrierefreie Wohnungen schaffen und dafür sorgen, dass Menschen in allen Stadtteilen guten Wohnraum finden können.
Sozialwohnungen dauerhaft sichern
Wir fordern mehr Sozialwohnungen mit langfristiger Mietpreisbindung. Bei Neubauten sollen mindestens 30 Prozent als dauerhaft sozial gebundener, barrierefreier Wohnraum entstehen.
Leerstand bekämpfen und Wohnraum nutzen
Wir wollen vorhandenen Wohnraum besser nutzen und Leerstand aktiv bekämpfen, ggf. durch Enteignung. Wohnungen sollen Menschen dienen und nicht als Spekulationsobjekte leer stehen.
Kommunalen und gemeinnützigen Wohnungsbau stärken
Wir wollen kommunale Wohnungsgesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften und gemeinschaftliche Wohnformen fördern.
Wohnungslosigkeit überwinden
Wir wollen die Ursachen von Wohnungslosigkeit bekämpfen und Housing First ausbauen und niedrigschwelliger machen, damit Menschen dauerhaft wieder eine eigene Wohnung erhalten.
Menschen vor Hitze und Kälte schützen
Wir wollen besseren Hitze- und Kälteschutz im Wohnbereich sowie Schutzangebote für obdach- und wohnungslose Menschen ausbauen.
Die Klimakrise betrifft uns alle. Besonders in Städten werden Hitze, Starkregen und extreme Wetterlagen immer stärker spürbar. Wir wollen Klimaschutz sozial gerecht gestalten und Hildesheim auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.
Stadtentwicklung darf nicht allein nach wirtschaftlichen Interessen erfolgen. Unsere Stadt muss den Menschen gehören und Lebensqualität für alle schaffen.
Wir wollen:
Hildesheim schneller klimaneutral machen
Wir wollen das Klimaneutralitätsziel vorziehen und die Stadt aktiv auf den Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft bringen. Dabei müssen soziale Fragen immer mitgedacht werden.
Hitze- und Starkregenschutz ausbauen
Wir wollen mehr Bäume, Grünflächen, Sonnensegel und Trinkwasserbrunnen schaffen, um Menschen vor zunehmender Hitze zu schützen. Gleichzeitig wollen wir Flächen entsiegeln vor allem in der Innenstadt um den Bahnhof, Dachbegrünung fördern und das Regenwassermanagement verbessern.
Eine nachhaltige Wärmeversorgung schaffen
Wir wollen Energieverbrauch bei Heizung und Beleuchtung reduzieren und eine sozial gerechte Wärmeplanung umsetzen. Neben Fernwärme wollen wir auch dezentrale und gemeinschaftliche Wärmeversorgung in den Stadtteilen fördern.
Boden und Wohnraum vor Spekulation schützen
Wir wollen städtische Grundstücke stärker im Sinne der Allgemeinheit nutzen und Flächen bevorzugt im Erbbaurecht vergeben. Boden und Wohnraum dürfen nicht zum Spekulationsobjekt werden.
Eine soziale Stadtentwicklung ermöglichen
Wir wollen keine überdimensionierten Bauprojekte, die Natur zerstören und an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigehen. Stattdessen wollen wir vorhandene Flächen besser nutzen, Gewerbeflächen umwandeln und nachhaltige Stadtteilentwicklung fördern.
Leerstand und Fehlplanungen vermeiden
Wir wollen verbindliche Bauverpflichtungen bei genehmigten Wohnprojekten prüfen und verhindern, dass Grundstücke jahrelang ungenutzt bleiben.
Eine lebendige Innenstadt gestalten
Wir wollen das Kaufhofgebäude zu einem Kultur-, Begegnungs- und Kommunikationszentrum entwickeln und neue Orte für Kultur, soziale Angebote und gemeinschaftliches Leben schaffen.
Bildung entscheidet über Zukunftschancen. In Hildesheim leben besonders viele Kinder in Armut. Bildung darf deshalb nicht davon abhängen, wie viel Geld eine Familie hat.
Wir wollen ein Bildungssystem, das soziale Unterschiede ausgleicht und allen Kindern gleiche Chancen ermöglicht.
Wir wollen:
Mehr Personal und bessere Bedingungen in Kitas und Schulen
Wir wollen ausreichend qualifiziertes Personal und gute räumliche Bedingungen schaffen. Der Personalmangel in Kitas muss beendet werden, damit Kinder besser gefördert werden können.
Kostenlose Bildung und Betreuung ausbauen
Wir wollen die Ganztagsbetreuung an Grundschulen ausbauen und eine kostenlose Ferienganztagsbetreuung ermöglichen. Sehr wichtig ist für uns ein kostenloses Schulmittagessen einzuführen.
Moderne und sichere Schulen schaffen
Wir wollen kommunale Sanierungsprogramme für sichere, moderne und klimafreundliche Schulen. Schulgebäude, Mensen und Pausenhöfe müssen barrierefrei und auch unter Hitzeschutz-Aspekten gestaltet werden.
Gemeinsames und demokratisches Lernen fördern
Wir wollen demokratische Bildung, Antirassismusarbeit und die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus stärken. Unser Ziel ist ein Bildungssystem, das weniger aussortiert und mehr gemeinsam fördert.
Berufliche Bildung sichern
Wir wollen zukunftsfähige Berufsschulstandorte im Landkreis Hildesheim erhalten und weiterentwickeln. Schülerinnen, Schüler und Fachkräfte dürfen nicht durch schlechte Planung unnötig belastet werden.
Bildung in allen Regionen ermöglichen
Wir wollen Bildungsangebote der Volkshochschule in ländlichen Regionen ausbauen und allen Kindern die Teilnahme an Ausflügen und Bildungsangeboten ermöglichen.
Gemeinsam lernen
Wir wollen die Schulen der Region zu Gesamt-, oder mindestens Oberschulen umwandeln. Lernen tut man gemeinsam, die Einteilungen im Bildungssystem gehören abgeschafft.
Schwimmen lernen ermöglichen
Wir wollen Schwimmflächen erhalten und ausbauen, damit alle Kinder sicher schwimmen lernen können.
Ein Wirtschaftssystem muss den Menschen dienen, der Kapitalismus tut dies nicht. Wir wollen trotzdem Ansätze für eine sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung der Region schaffen. Arbeitsplatzsicherheit und gute Arbeitsbedingungen müssen im Mittelpunkt stehen.
Wir wollen:
Gute Arbeitsplätze sichern
Wir wollen Arbeitsplatzabbau entgegenwirken und Unternehmen stärker in die Verantwortung nehmen. Besonders der industrielle Wandel muss gemeinsam mit Beschäftigten gestaltet werden. Dabei blicken wir vor allem auf Bosch.
Die Transformation sozial gestalten
Wir wollen ein regelmäßiges Forum mit Kommunen, Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften sowie Sozial- und Umweltverbänden schaffen, um gemeinsam Lösungen für die Zukunft der Arbeit zu entwickeln.
Faire Arbeitsbedingungen bei öffentlichen Aufträgen sichern
Wir wollen, dass öffentliche Gelder nur an Unternehmen vergeben werden, die gute Arbeitsbedingungen gewährleisten und Tarife einhalten.
Menschen besser unterstützen
Wir wollen die Beratung im Jobcenter verbessern und digitale Angebote ausbauen, damit Menschen schneller und besser Unterstützung erhalten, ohne das sich diese herabgesetzt fühlen.
Kultur schafft Begegnung, Kreativität und Zusammenhalt. Sie darf nicht nur für Menschen mit hohem Einkommen zugänglich sein.
Wir wollen eine vielfältige Kulturlandschaft, in der sich alle Menschen beteiligen können.
Wir wollen:
Kulturangebote sichern und ausbauen
Wir wollen Einrichtungen wie das TfN, Museen, das Theaterhaus, die KuFa, das Thega und weitere kulturelle Orte erhalten und stärken.
Freie Kulturszene fördern
Wir wollen kommunale Förderprogramme für Künstler*innen und kulturelle Projekte schaffen.
Mehr Begegnungsorte ermöglichen
Wir wollen solidarische Räume, Stadtteilzentren und niedrigschwellige Hilfsangebote erhalten und ausbauen.
Freizeitangebote für alle schaffen
Wir wollen mehr frei zugängliche Sport-, Spiel- und Bewegungsflächen in allen Stadtteilen schaffen und Kulturangebote für Menschen mit geringem Einkommen günstiger machen.
Mobilität bedeutet Teilhabe. Menschen müssen unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Wohnort oder körperlichen Einschränkungen sicher und zuverlässig unterwegs sein können.
Wir wollen eine soziale und ökologische Verkehrswende, die den öffentlichen Nahverkehr stärkt und gleichzeitig sichere Alternativen zum Auto schafft.
Wir wollen:
Den öffentlichen Nahverkehr ausbauen
Wir wollen einen zuverlässigen, bezahlbaren und barrierefreien ÖPNV in Hildesheim und im Landkreis. Besonders in ländlichen Regionen brauchen wir bessere Taktungen, mehr Sicherheit und bessere Verbindungen.
Mobilität für alle bezahlbar machen
Wir wollen ein Jugend- und Sozialticket auf Basis des Deutschlandtickets für maximal 25 Euro im Monat einführen. Außerdem wollen wir Menschen mit geringem Einkommen durch geeignete Unterstützungsangebote die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen. Das Endziel sollte natürlich immer ein Kostenloser ÖPNV sein.
Sichere Wege für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen schaffen
Wir wollen ein durchgängiges, komfortables und sicheres Rad- und Fußwegenetz ausbauen. Dazu gehören breitere, besser beleuchtete Fahrradwege und sichere Übergänge für Fußgänger*innen.
Neue Verkehrskonzepte prüfen und umsetzen
Wir wollen die Wiedereinrichtung einer Straßenbahn prüfen und setzen uns für die Wiederaufnahme der Bahnstrecke nach Bockenem ein. Gleichzeitig wollen wir geeignete Innenstadtbereiche vom Autoverkehr entlasten und Park-and-Ride-Angebote ausbauen.
Den ÖPNV moderner und klimafreundlicher machen
Wir wollen bessere Taktungen, klimafreundliche Fahrzeuge, angenehmere Temperaturen in Bussen sowie bessere Filter- und Hygienekonzepte.
Neue Mobilitätsangebote stärken
Wir wollen Carsharing, Stadtmobil und Ride-Sharing-Angebote ausbauen und die Situation für E-Scooter-Abstellplätze verbessern.
Hildesheim ist eine vielfältige und internationale Stadt. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen sicher, frei und gleichberechtigt leben können.
Wir stellen uns entschieden gegen Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Diskriminierung, Rechtsextremismus und jede Form von Ausgrenzung.
Wir wollen:
Demokratie und Engagement stärken
Wir wollen mehr kostengünstige, barrierefreie Räume für Vereine, Initiativen und politisches Engagement schaffen. Ehrenamtliches Engagement soll besser unterstützt und durch eine stärkere Ehrenamtskarte gewürdigt werden.
Rechtsextremismus konsequent bekämpfen
Wir wollen antifaschistische Arbeit unterstützen, rechte Propaganda und menschenfeindliche Hetze bekämpfen und klare Zeichen gegen extrem rechte Aktivitäten setzen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD und anderen rechtsextremen Kräften lehnen wir ab.
Erinnerungskultur ausbauen
Wir wollen die antifaschistische Erinnerungsarbeit stärken und einen städtischen Aktionstag am 7. April zur Befreiung Hildesheims vom Nationalsozialismus etablieren. Dabei sollen auch die Opfer der Shoah, Sinti und Roma sowie der Arbeiterwiderstand stärker berücksichtigt werden.
Wir wollen einen Lern- und Gedenkort in der ehemaligen jüdischen Schule am Lappenberg schaffen und die Geschichte der Stadt sichtbar machen.
Eine inklusive Stadt schaffen
Wir wollen Barrieren abbauen und allen Menschen Zugang zu Bildung, Kultur, Politik, Mobilität und öffentlichen Räumen ermöglichen.
Wir fordern, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, die die Beschäftigungsquote von Menschen mit Schwerbehinderung erfüllen.
Queere Menschen unterstützen
Wir wollen queere Vereine und Projekte stärker fördern und die Verwaltung für queere Anliegen sensibilisieren. Dazu gehören bessere Informationen, eine Ansprechstelle in der Verwaltung und mehr Schutz vor Diskriminierung.
Integration und Teilhabe ermöglichen
Wir wollen Sprachkurse sowie städtische und ehrenamtliche Integrationsangebote für Geflüchtete langfristig sichern. Besonders Kinder und unbegleitete Jugendliche brauchen verlässliche Unterstützung.
Wir wollen außerdem Geflüchtete beim Umzug in eigene Wohnungen unterstützen und lehnen diskriminierende Regelungen wie die Bezahlkarte für Geflüchtete ab.
Vielfalt im Stadtleben fördern
Wir wollen selbstverwaltete Jugendzentren unterstützen, Sport- und Kulturangebote für alle stärken und Vereine wie den Newroz-Fußballverein unterstützen.
Kommunalpolitik endet nicht an Stadtgrenzen. Auch Städte können Zeichen für Frieden, Menschenrechte und internationale Solidarität setzen. Vor allem Hildesheim mit seiner Geschichte, die von der Zerstörung des Krieges geprägt ist sollte sich dem annehmen.
Wir wollen:
Hildesheim als sicheren Hafen stärken
Wir wollen die Aufnahme und Unterstützung von Menschen auf der Flucht weiter fördern und uns für sichere Fluchtwege sowie eine solidarische Migrationspolitik einsetzen.
Internationale Solidarität ausbauen
Wir wollen neue internationale Partnerschaften fördern und den Austausch mit Städten und zivilgesellschaftlichen Organisationen weltweit stärken. Außerdem möchten wir die Partnerschaft mit einer kurdischen Stadt prüfen.
Friedensarbeit vor Ort unterstützen
Wir wollen regionale Bündnisse gegen Krieg, Aufrüstung und Rechtsextremismus unterstützen und Initiativen fördern, die sich für Frieden und Verständigung einsetzen.
Erinnerung und Verantwortung bewahren
Wir wollen die Erinnerung an Krieg, Faschismus und Gewalt lebendig halten und daraus Verantwortung für eine friedliche Zukunft ableiten. Dabei setzten wir uns gegen Militär-Übungen im Landkreis, Jugendoffiziere an Schulen und örtliche Waffenproduktion ein.
Menschen bei der Kriegsdienstverweigerung unterstützen
Wir wollen eine kommunale Beratungsstelle zur Kriegsdienstverweigerung einrichten, die Menschen über ihre Rechte informiert und unterstützt.
Frieden sichtbar machen
Wir wollen die Beteiligung von Kindern am internationalen Malwettbewerb für das Verbot von Atomwaffen unterstützen, der vom Netzwerk „Mayors for Peace“ aus Hiroshima organisiert wird.

