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Joachim Sturm

Unmoralischer Personalabbau bei der Sparkasse wird teuer bezahlt

„Gesetzliche Aufgabe der Sparkassen ist es, die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise und insbesondere des Mittelstands mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen in der Fläche sicherzustellen – nicht mehr und nicht weniger. Das ist ein gesellschaftlicher Auftrag, deshalb sind Sparkassen zwar wirtschaftlich selbständige Unternehmen aber in kommunaler Trägerschaft. Somit gehört die Sparkasse quasi allen Bürgern. Das jetzt im Zuge der Fusion Personal über ein moralisch verwerfliches Vorruhestandsmodell abgebaut wird, ist schlimm genug. Wenn dieses Modell mit 2,2 Mio. Euro auch noch teuer bezahlt wird, ist das eine Schande. Es ist schließlich unser aller Geld, was da ‚verbraten‘ wird“, kommentiert Joachim Sturm, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag, die Antwort der Kreisverwaltung auf eine Anfrage der Fraktion Die Unabhängigen.

Fraktionskollege Lars Leopold betont: „Sparkassen sind eben keine normalen Banken, sondern öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, die besonderen Bindungen unterliegen, aber in der Vergangenheit auch das besondere Vertrauen der Kommunen und der lokalen Sparerinnen und Sparer für sich in Anspruch nehmen konnten. Wenn die Sparkasse jetzt der Unternehmensberatung Berschat & Hundertmark viel Geld dafür zahlt, um Personalabbau auf Kosten der Arbeitsagentur zu betreiben, also auf Kosten der Steuerzahler, wirft das Fragen auf. Wir werden über die Kreisverwaltung jetzt erst einmal prüfen lassen, wie detailliert der Verwaltungsrat der Sparkasse über die Höhe der Kosten informiert wurde und ob Alternativen geprüft wurden. Darüber hinaus werden wir gegebenenfalls rechtliche Schritte prüfen. Die Vorgehensweise der Sparkasse ist ein Skandal, wenn öffentliche Gelder derart ‚verschleudert‘ werden.“