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Lars Leopold und Joachim Sturm

Einmal mehr in moralisch sehr zweifelhaftem Licht

Sparkasse weicht Fragen der LINKEN-Kreistagsfraktion aus

„Wenn die Sparkasse der Unternehmensberatung Berschat & Hundertmark 2,2 Millionen dafür zahlt, um Personalabbau auf Kosten der Arbeitsagentur zu betreiben, also auf Kosten der Steuerzahler, wirft das Fragen auf. Über die Kreisverwaltung haben wir unter anderem danach gefragt, welche Einsparungen diesen Kosten gegenüberstehen und ob Alternativ-Angebote zu dem der Unternehmensberatung Berschat & Hundertmark eingeholt und geprüft wurden. Die Antwort der Sparkasse fiel ernüchternd aus. Sie versteckt sich hinter dem Geschäftsgeheimnis und bewegt sich damit einmal mehr in moralisch sehr zweifelhaftem Licht“, empört sich Joachim Sturm, Vorsitzender der Linksfraktion im Kreistag. Sturm weiter: „Dabei sind unsere Fragen durchaus berechtigt. Über zwei Millionen Euro – das sind knapp 7.500 Euro je Mitarbeiterin/Mitarbeiter mit nahezu vergleichbaren beruflichen Biografien, die da seitens Berschat & Hundertmark beraten wurden. Zumal den betroffenen Mitarbeitern immer auch der Gang zum Arbeitsamt empfohlen wurde, um in den ‚Genuss‘ der als ‚mitarbeiter- und sozialverträglich‘ gepriesenen Vorruhestandsregelung zu kommen.“

Fraktionskollege Lars Leopold ergänzt: „Eine öffentlich-rechtliche Institution wie die Sparkasse, die schließlich auch dem Gemeinwohl dienen soll, hat auch eine Vorbildfunktion. So bezeichnet die Sparkasse ihr Vorruhestandsmodell selbst als attraktiv, transparent und wertschätzend. Jeder Mitarbeiter, der sich im Rahmen des Vorruhestandmodells arbeitssuchend meldet, muss sich aktiv um eine neue Stelle zu bemühen und den Vermittlungen der Arbeitsagentur zur Verfügung zu stehen. Darüber hinaus muss er gegebenenfalls mit deutlichen Einbußen bei der Rente rechnen. Was daran attraktiv und wertschätzend sein soll, weiß offenbar nur der Vorstand der Sparkasse. Doch der weicht berechtigten Fragen einfach aus.“