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Landkreis Hildesheim: Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss steigt

"Im Landkreis Hildesheim ist die Quote der Schulabbrecher 2015 im Vergleich zum Vorjahr auf 7,05 % angestiegen und liegt damit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Hier zeigen sich deutlich Versäumnisse der rot-grünen Landesregierung. Aber auch der scheinbar fehlende politische Wille einiger Schulträger, Unterricht in kleineren Klassen mit mehr individuellen Fördermöglichkeiten für einzelne Schülerinnen und Schüler zuzulassen, zeigt hier seine Wirkung", kommentiert Lars Leopold, Mitglied der Linksfraktion im Kreistag, eine aktuelle Bildungsstudie der Caritas Deutschland. Leopold weiter: "Wir brauchen gute Qualität an Niedersachsens Schulen - und das heißt: weniger Unterrichtsausfall, dafür aber mehr Verlässlichkeit und mehr Lehrerkräfte! Ebenso benötigen wir dringend kleinere Klassen mit einer angemessenen Lehrer-Schüler-Relation und den Ausbau von individuell auf die Schüler ausgerichteten Fördermöglichkeiten. Es ist höchste Zeit für eine Kehrtwende!"

Rita Krüger, Mitglied des Kreisvorstands DIE LINKE. Hildesheim, betont: "Angesichts dieser Zahlen ist es dringend erforderlich, benachteiligte Schüler besser zu fördern. Jugendliche, die ohne Abschluss die Schule verließen, haben deutlich weniger Chancen auf einen Ausbildungsplatz und damit schlechte berufliche Perspektiven und folglich weniger Aussicht auf ein unabhängig und selbstbestimmtes Leben. Sie bleiben die Verlierer des Bildungssystems. Anstelle halbherziger Bemühungen brauchen wir eine Initiative für eine grundlegende Schulreform: Weg vom gegliederten Schulsystem, das zahlreiche Schülerinnen und Schüler ohne Perspektiven aussortiert, hin zu einer integrativen Schule, in der alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und individuell gefördert werden."