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„Arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten!“

LINKE unterstützt Forderungen der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung

Im Kampf um höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten beteiligten sich im Bereich der IG Metall Geschäftsstelle Alfeld-Hameln-Hildesheim bisher etwa tausend Beschäftigte aus zwölf Betrieben der Metall- und Elektroindustrie an den Warnstreiks, darunter die Beschäftigten von Waggonbau Graaff in Elze und Wabco in Gronau. Hierzu erklärt Rita Krüger, Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE Hildesheim: „Wir brauchen endlich eine gesellschaftliche Diskussion über eine neue Normalarbeitszeit, die sich um die 30-Stunden-Woche drehen muss. Sechs Prozent mehr Geld und eine Wahloption der Beschäftigten, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden die Woche zu verringern, liegen daher als berechtigte Forderungen auf dem Tisch. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen bisher ab und bezeichnen sie sogar als illegal. Als LINKE stehen wir in dieser Auseinandersetzung solidarisch an der Seite der Kolleginnen und Kollegen und begrüßen ausdrücklich, dass die IG-Metall das wichtige Thema Arbeitszeit in der Tarifrunde auf die Agenda setzt.“

„Das Angebot der Arbeitgeber, die Löhne um zwei Prozent zu erhöhen, ist angesichts der steigenden Gewinne, die Unternehmen der Metallbranche erzielen, geradezu lächerlich. Die Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent mehr Lohn hingegen ist mehr als berechtigt, denn dieser Aufschwung darf nicht an denen vorübergehen, die ihn erwirtschaften.“, betont Lars Leopold, Abgeordneter der LINKEN im Hildesheimer Kreistag. „Statt die berechtigte Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten mit Blick auf den Fachkräftemangel abzulehnen, müssen Unternehmen eben ihre Verantwortung ernst nehmen und mehr ausbilden. Auch die Forderung der Gewerkschaft, dass es den Beschäftigten möglich sein soll weniger Stunden zu arbeiten ist wichtig und richtig in Zeiten von erhöhtem Stress und Arbeitsdruck. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und Gewerkschaften in diesem Kampf und hoffen, dass von diesem eine Signalwirkung ausgeht. Die Durchsetzung der IG-Metall-Forderung, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit vorübergehend auf 28 Stunden pro Woche reduzieren können, wäre ein erster wichtiger Schritt hin zu einer neuen Arbeitszeitsouveränität der Beschäftigten. Beschäftigte müssen mehr Einfluss auf die Gestaltung ihrer Arbeit und Arbeitszeit haben und zwar gesetzlich verankert. Deshalb streitet DIE LINKE generell für Arbeitszeiten, die nicht das komplette Leben dominieren“, macht der Kommunalpolitiker deutlich.


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