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Lars Leopold

Altersarmut vorprogrammiert: Zahl der Minijobber steigt in Niedersachsen

Leopold fordert Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik

"Mittlerweile ist fast jeder fünfte Beschäftigte in Niedersachsen in einem Minijob geringfügig beschäftigt - eine Steigerung von elf Prozent innerhalb von zehn Jahren. Die Zahl der Minijobber, die diesen zusätzlich zu ihrem Hauptberuf ausüben, ist sogar um 46 Prozent gestiegen. Mit der Zahl derer, die in Minijobs arbeiten, wächst auch zwangsläufig die Zahl derer, denen im Rentenalter kein auskömmliches Einkommen zur Sicherung des Lebensstandards zur Verfügung steht. Was an diesem Negativ-Trend erfreulich sein soll, kann ich nicht entdecken", kommentiert Lars Leopold, Mitglied des Landesvorstands und Landtagskandidat der niedersächsischen LINKEN die jüngsten Äußerungen von Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Leopold weiter: "Es ist ein Skandal, wenn in Niedersachsen fast jeder dritte Beschäftigte ab 55 Jahren einen Minijob benötigt, um sein Auskommen zu sichern. Das ist ein Zuwachs von 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Diese negative Entwicklung zeigt doch vor allem Eines. Die Löhne und die Renten reichen bei vielen Menschen nicht aus, um überhaupt über die Runden zu kommen. Somit stimmen weder die Rahmenbedingungen bei uns im Land, noch ist Niedersachsens Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt so gut, wie uns Minister Lies gerne weismachen will. Die Realität sieht leider anders aus."

"Das Einkommen der Menschen muss sowohl im Erwerbsleben als auch später im Alter zum Auskommen reichen. Dafür brauchen wir unter anderem einen Mindestlohn ohne Ausnahmen in Höhe von mindestens zwölf Euro pro Stunde und die Abschaffung systematischer Niedriglohnbeschäftigung wie Minijobs, Leiharbeit und über Werkverträge. Minijobs müssen in reguläre sozialpflichtige Beschäftigung umgewandelt werden", fordert der LINKEN-Politiker.


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