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"NEIN zur Präsidialdiktatur in der Türkei!" - Demonstration in Hildesheim

Am Samstag, den 8. April demonstrierte DIE LINKE in Hildesheim gegen die geplante Verfassungsreform in der Türkei. "Diese zielt auf die Abschaffung der Demokratie und die Einführung einer Präsidialdiktatur ab", machte Lars Leopold, Mitglied des Landesvorstands der niedersächsischen LINKEN, deutlich.

Auf ihrem Weg, der durch die Hildesheimer Innenstadt führte, riefen die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder lautstark "Nein zur Diktatur"; "Freiheit für alle politischen Gefangenen" und "Hoch, die internationale Solidarität". Mit Plakaten, Transparenten und Schildern warben sie für ein Nein bei der Verfassungsreform und forderten die Freilassung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Hunderte Anhänger und Politiker der prokurdischen Partei HDP sind inhaftiert, informierte Ralf Jürgens, Kreisvorstandsmitglied der Hildesheimer LINKEN. Bei der Zwischenkundgebung an der Jakobi-Kirche rief Jiyan Zümrüt vom Kurdischen Kulturverein den Demonstraten zu: „Kein Mensch, weder Chef noch Präsident, ist wichtiger als das Volk selbst."

Lars Leopold sprach zu den Demonstranten und griff vor allem die Bundesregierung scharf an, die "das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen erwirken, Rüstungsexporte stoppen und die deutschen Soldaten abziehen müsse." Leopold betont: "In der Türkei, immerhin NATO-Mitglied und EU-Betrittskandidat, werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Eine Kundgebung wie diese in Hildesheim sei unter Präsident Erdogan undenkbar."