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Forderung nach Umbenennung der Nettelbeckstraße

Stellungnahme DIE LINKE. zu kolonialistischem Erbe in Hildesheim

Auch heute erinnern deutsche Stadtbilder an die koloniale Vergangenheit Deutschlands, indem Straßen nach Sklavenhändler*innen und Mörder*innen benannt werden. In Hildesheim erzählt die Nettelbeckstraße die Geschichte eines Seefahrers und Vordenkers des Kolonialismus und damit die eines Sklavenhändlers, dessen Autobiografie als Vorlage für einen Propagandafilm der Nationalsozialist*innen diente.

 

Die Stadt Hildesheim hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie einen sensiblen Umgang mit der kritischen deutschen Vergangenheit und Historie gänzlich ablehnt.

 

Straßen und Plätze, welche andernorts bereits umbenannt werden, sind längst keine Seltenheit mehr. Jüngst zeigte sich in Hildesheim, dass der Hindenburg-Platz an einem prominenten Ort bestehen bleibt, weil der Mut zu Veränderung nicht vorhanden ist und ein Problembewusstsein gänzlich fehlt.

 

Argumente seitens der Verwaltungsspitzen und konservativen Politiker*innen, wie der hohe bürokratische Aufwand und die Kosten einer Umbenennung, ziehen nicht mehr.

 

Die kritische Aufarbeitung der eigenen deutschen Geschichte ist mehr wert als das. Schon allein, um den unzähligen Opfern und Leidtragenden Respekt zu zollen.

 

Täter*innen des Kolonialismus erhalten im Stadtbild eine Daseins-Berechtigung, gleichzeitig werden die Geschichten der Widerstandskämpfer*innen sowie die Perspektive der Opfer unterdrückt und aus dem Stadtbild fern gehalten. Um mit rassistischen Strukturen zu brechen, benötigt es einen Perspektivwechsel innerhalb der Erinnerungskultur. Anstatt die Täter zu ehren, muss den Opfern gedacht und ihre Geschichte erzählt werden!
 

Deswegen fordert DIE LINKE., einen kritischen Umgang mit der kolonialen Vergangenheit und die Umbenennung von Straßen, welche nach Täter*innen der Kolonialzeit benannt sind.


Daher fordern wir entschieden, die Umbenennung der Nettelbeckstraße!

 


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