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Demonstrationszug durch die Innenstadt

8. Mai 1945 - Befreiung. Was sonst?! & Gründung der Kreisvereinigung VVN-BdA Hildesheim

Gedenkstätte für die "ausländischen Opfer des Zweiten Weltkrieges"
Entzünden von Kerzen und stilles Gedenken

Zum ersten Mal in der Geschichte seines Bestehens rief der Kreisverband DIE LINKE. Hildesheim gemeinsam mit dem Jugendverband Linksjugend ['solid] Hildesheim und der VVN-BdA Niedersachsen zu einer Gedenkkundgebung am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus, auf. 

Vorbereitet und angemeldet hatte die Veranstaltung maßgeblich der Jugendverband, der dann auch fast vollzählig an der Kundgebung teilnahm. Für den Kreisvorstand nahm der Kreisgeschäftsführer Patrick Johann Hoppe teil, hinzu kamen Klaus und Birgit Meyer von Landesvorstand der VVN-BdA Niedersachsen und zahlreiche junge Antifaschistinnen und Antifaschisten aus dem Raum Hildesheim. 

Zu Beginn der Mahnwache hielt Jugendverbandssprecher Johannes Drücker eine Rede über die Geschichte des Tages der Befreiung und die Zusammenhänge zwischen Krieg, Imperialismus und Faschismus.

Im Anschluss erläuterte Patrick Johann Hoppe, dass der Kampf gegen Faschismus und Krieg die großen verbindenden Traditionslinien der politischen Linken in Deutschland und Europa seien und kam in seiner Bilanz zu dem Urteil, dass Krieg und Faschismus nach wie vor ungebrochene Bedrohungen seien, denen man sich entschlossen entgegen stellen müsse.

Zwischen den Redebeiträgen wurden Lieder aus der antifaschistischen Tradition wie "Die Moorsoldaten", "Bella Ciao" und "Spaniens Himmel" angestimmt.

Im Anschluss demonstrierte die Versammlung durch die Innenstadt zum Nordfriedhof und zur Gedenkstätte der "ausländischen Opfer des Zweiten Weltkrieges".

Hier liegen vor allem die italienischen Zwangsarbeiter begraben, die von den Nazis in den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges auf dem Hildesheimer Marktplatz hingerichtet wurden. Die Bezeichnung "Opfer des Zweiten Weltkrieges" ist insofern irreführend. Es handelt sich vielmehr um Opfer des Faschismus, die nicht durch reguläre Kriegshandlungen umkamen, sondern von den deutschen Faschisten durch Erhängen ermordet wurden.

Zur Ehrung und zum Gedächtnis der ermordeten Zwangsarbeiter wurden dann Kerzen entzündet und ein letztes leises Mal die "Moorsoldaten" angestimmt.

In Anbetracht des verwahrlosten Zustandes der Gedenkstätte beschloss der Jugendverband noch auf dem Rückweg, hier noch in diesem Jahr eine Aktion durchzuführen und Gräber und Gedenkstein wieder in einen angemessenen Zustand zu bringen.

Nach Beendigung der Kundgebung trafen sich dann einige der Aktivisten in der Kreisgeschäftsstelle der LINKEN. Hildesheim und gründeten die Kreisvereinigung der VVN-BdA Hildesheim. Zum Kreissprecher und Landesvorstandsmitglied wurde Patrick Johann Hoppe gewählt, Enrico Falko Johler zum Kassierer und Gunnar Buckendahl als Revisor.

Für die Zukunft strebt die Kreisvereinigung die Vernetzung von älteren und jüngeren Antifaschistinnen und Antifaschisten an, den Aufbau einer lokalen antifaschistischen Bildungsarbeit und die Organisation von Widerstand gegen neofaschistische Organisationen wie der NPD. Hinzukommen sollen die Pflege antifaschistischer Traditionen und Gedenktage sowie Besuche von Gedenkstätten wie dem Emslandlager Esterwegen.


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Rosenhagen 20
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 / 1776863

vorstand@dielinke-hildesheim.de